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Ford Fiesta ’76 (MK1)

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Apr 2019 20 16:15

Ford Fiesta ’76 (MK1)

Der Ford Fiesta ’76 wurde ab Mai 1976 gebaut und ist die erste Baureihe des bis heute produzierten Kleinwagens Ford Fiesta. Das Fahrzeug war eine Neuentwicklung und der erste kompakte Kleinwagen von Ford. Nach dem Taunus 12M und dem in Europa nicht angebotenen Ford Corcel war der Fiesta der dritte Ford mit Frontantrieb.

Ford Fiesta 1983 (1).jpg
Werbung 1983


Modellgeschichte
Da die Verantwortlichen bei Ford Ende der 1960er-Jahre eine Lücke in der bestehenden Modellpalette sahen, begannen sie mit der Entwicklung eines modernen Kleinwagens unter dem Projektnamen Bobcat. Bis zur Markteinführung verschlang diese Entwicklung die für damalige Verhältnisse hohe Summe von 112 Millionen DM. Nach heutiger Kaufkraft und inflationsbereinigt entspricht dies 148 Millionen Euro.

Zur Produktion des Kleinwagens begann Ford 1974 in Almussafes bei Valencia (Spanien) mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte auf rund 2,7 Millionen Quadratmetern, die am 18. Oktober 1975 von Henry Ford II und König Juan Carlos I. offiziell eröffnet wurde. 1975 wählte Henry Ford II persönlich den Namen Fiesta wegen der Alliteration mit dem Firmennamen Ford und der neuen Verbindung zu Spanien.

1280px-Ford_Fiesta_(early_days)_Garmisch-Partenkirchen.jpg
Foto: Charles01, Lizenz: Gemeinfrei


Fast alle Konkurrenten außer Opel hatten im Segment des Fiesta schon ein Modell im Angebot: der VW-Konzern den Audi 50 und den fast baugleichen VW Polo I, Fiat den 127, Renault den Renault 5 und PSA den Peugeot 104 und den Citroën Visa, hinzu kamen unter anderem japanische Modelle wie der Datsun Cherry. Opel baute zu dieser Zeit kein so kleines Fahrzeug. Das kleinste Modell war die vom Opel Kadett C (1973–1979) abgeleitete Schräghecklimousine Kadett City, denn der Opel Corsa kam erst Ende 1982 auf den Markt. Die erste Ölkrise (1973/74) hatte zu deutlich gestiegenen Kraftstoffpreisen geführt; die Nachfrage nach Kleinwagen war in den 1970er Jahren hoch.





Der Fiesta wurde ab Mai 1976 als fünfsitzige Limousine mit drei Türen und Schrägheck oder als Kleinlieferwagen angeboten. Die verschiedenen Varianten waren mit 1,0-, 1,1-, 1,3- und 1,6-Liter-Ottomotoren und Vierganggetriebe erhältlich. Die angetriebenen Vorderräder des Fiesta waren einzeln an MacPherson-Federbeinen und Querlenkern aufgehängt, die starre Hinterachse führten zwei Längslenker, ein Panhardstab und die Stoßdämpfer, die das Bremsreaktionsmoment aufnahmen. Als Vorläufer zum späteren XR2 mit 1,6 Litern und 62 kW, gilt der Fiesta Super S mit wahlweise 1,1- oder 1,3-Liter-Motor. Er nahm auch das Design der Seitenstreifen vorweg (Baujahre 1980 bis 1981). Aus der Motorsportabteilung gab es überdies noch im gleichen Zeitraum den Fiesta X mit 1,1-Liter-Motor und 51,5 kW, die Basis war der Fiesta Ghia. Der Fiesta X hatte die spätere Karosseriezeichnung des XR2, nur ohne Seitendekor.

Ford Fiesta 1983 (4).jpg
Bild: Autokatalog 1983


Der Fiesta war auch als Kleinlieferwagen erhältlich. Der Zweisitzer war ohne Rücksitzbank ausgeführt, hatte eine ebene Ladefläche mit 1,12 m² Grundfläche und eine maximale Zuladung von 310 kg. Anstatt der hinteren Seitenscheiben hatte der Fiesta Bleche, die in vielen Ländern Voraussetzung für die unter anderem steuerlich günstige LKW-Zulassung waren. Eine Abtrennung des Laderaums zu den Insassen mit einem Gitter oder einem Netz fehlte allerdings.

Ford Fiesta.jpg
Bild: mot auto-journal 06.Okt.1976


Von 1977 bis 1980 wurde der Fiesta ’76 auch auf dem US-amerikanischen Markt angeboten. Die US-Version, die in Köln gebaut wurde, unterschied sich durch Energie absorbierende Stoßfänger, seitliche Begrenzungsleuchten, runde Scheinwerfer und einer in Europa nicht erhältlichen optionalen Klimaanlage. Alle US-Modelle hatten den stärkeren 1,6-Liter-Kent-Vierzylinder-Reihenmotor (ausgestattet mit einem Katalysator und Sekundärluftpumpe für niedrigere Emissionen). Auf dem US-Markt ersetzte der Ford Escort im Jahr 1981 den Fiesta.


Modellpflege
Im August 1981 wurde eine Modellpflege vorgenommen, bei der zahlreiche technische Details geändert wurden. Äußerliches Unterscheidungsmerkmal waren die neuen, größeren Stoßfänger mit Kunststoffecken. Das Modell wurde zum Teil auch als Fiesta ’82 bezeichnet.

Ford Fiesta 1983 (3).jpg
Bild: Autokatalog 1983


Karosserie
Die erste Baureihe des Ford Fiesta war fünfsitzig als dreitürige Schräghecklimousine und als zweisitziger Kleinlieferwagen ohne hintere Seitenfenster lieferbar. Die selbsttragende Karosserie besteht aus Stahlblech. Ihre Form wurde von Tom Tjaarda gestaltet. Bei den ersten beiden Baureihen des Fiesta öffnet sich die Motorhauben nach vorne. Diese Lösung wurde in erster Linie verwendet, um am Windlauf (vor der Windschutzscheibe) den Platz für die Scharniere einzusparen. Im Gegensatz zur dritten Baureihe hat der Fiesta ’76 keinen zusätzlichen Seitenaufprallschutz. Ein PVC-Unterbodenschutz in den Radhäusern, Hohlraumschutz in den Türen und Seitenschwellern, Steinschlagschutz außen am Frontblech, an den Seitenschwellern, den Radlaufkanten und im unteren Bereich der Türen sowie Wachs am kompletten Bodenblech verzögern das Rosten der Karosserie.

Ford Fiesta 1983 (2).jpg
Werbung 1983


Fahrwerk
An der Vorderachse sind zweiteilige Querlenker mit Zugstreben und MacPherson-Federbeinen eingebaut. Die Zahnstangenlenkung ist mit einer Sicherheitslenksäule kombiniert, eine Servounterstützung war jedoch weder als Serien- noch als Wunschausstattung verfügbar.





Die starre Hinterachse wird an Längslenkern, einem Panhardstab und den Stoßdämpfern geführt und mit Schraubenfedern gefedert. Die Stoßdämpfer sind anders als üblich an zwei Punkten mit dem Achsrohr verbunden, um die Bremsreaktionskräfte aufzunehmen und die Achse am Verdrehen zu hindern. Anders als Dämpferbeine sind sie in seitlicher Richtung schwenkbar, um wechselseitiges Einfedern zu ermöglichen.

1280px-Ford_Fiesta_MK1_front_20071023.jpg
Bild: Rudolf Stricker, Lizenz: CC BY-SA 3.0


Der XR2 ist tiefergelegt und mit einem speziell abgestimmten Fahrwerk sowie einem Stabilisator an der Hinterachse ausgestattet. Beim XR2 besteht der Panhardstab aus vollem Rundmaterial statt aus einem Stahlblechprofil.

Bremssystem
Alle Fiesta ’76 sind mit einem diagonal geteiltem Zweikreis-Bremssystem sowie ausstattungsabhängig mit einem pneumatischen Bremskraftverstärker ausgerüstet. An der Vorderachse gibt es Scheibenbremsen mit schwimmend gelagerten Bremssätteln, beim XR2 sind die Scheiben innenbelüftet. An der Hinterachse sind Trommelbremsen eingebaut, auf die auch die Feststellbremse wirkt.

Antrieb
Alle Motoren und Getriebe des Fiesta sind quer eingebaut und treiben die Vorderräder an. Es sind lediglich „Valencia“- und „Kent“motoren mit seitlicher Nockenwelle verfügbar. Die Vierganggetriebe vom Typ BC sind mechanisch betätigte Schaltgetriebe mit einer ebenfalls mechanisch betätigten Kupplung.

1280px-Ford_Fiesta_MK1_rear_20071023.jpg
Bild: Rudolf Stricker, Lizenz: CC BY-SA 3.0


Gemischaufbereitung und Zündung
Den Ford Fiesta ’76 gibt es ausschließlich mit Vergasermotoren. Bei den 1,0- und 1,1-Liter-Motoren sind es Einfachvergaser von Ford, der 1,3 und XR2 haben Registervergaser von Weber.

Alle Ottomotoren sind mit einem herkömmlichen Zündverteiler von Bosch oder Lucas ausgerüstet, die bei den 1,0; 1,1- und 1,3-Liter-Motoren noch mit einem Unterbrecherkontakt arbeiten. Der XR2 sowie die 1,3-Liter-Motoren ab August 1981 sind mit kontaktlosen Zündanlagen mit externem Zündsteuergerät ausgestattet.

Elektrische Anlage und Beleuchtung
Die elektrische Anlage des Fiesta arbeitet mit 12-Volt, je nach Motorisierung sind Drehstromlichtmaschinen mit 28, 35, 45 oder 55 Ampere eingebaut. Die Hauptscheinwerfer waren anfangs mit Bilux-Leuchtmitteln ausgerüstet, April 1977 stellte Ford schrittweise auf Typ H4-Halogenlampen um, ab Mai 1981 wurden alle Fiesta mit Leuchtmitteln dieses Typs ausgerüstet, die optionalen runden Zusatzscheinwerfer immer mit Typ H1.
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Re: Ford Fiesta ’76 (MK1)

Ford Fiesta 1976.jpg
Werbeflyer 1976

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Re: Ford Fiesta ’76 (MK1)

Facebook-Fan Jörg Vosselmann hat mir noch ein paar Pics von seinem FoFi geschickt. Anlässlich von 3 Millionen verkauften Fiesta's wurde das Sondermodell Bravo gebaut. Der von Jörg Vosselmann hat gerade mal originale 15.700 km gelaufen Oo :daumenhoch: Der Ford Transit daneben ist aber auch eine tolle Rarität Oo :daumenhoch:

Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (1).jpg
Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (2).jpg
Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (3).jpg
Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (4).jpg
Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (5).jpg
Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (6).jpg
Ford Fiesta von Jörg Vosselmann (7).jpg
Fiesta Jörg Vosselmann.jpg

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Re: Ford Fiesta ’76 (MK1)

Ford Fiesta 1978.jpg
1978
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Re: Ford Fiesta ’76 (MK1)

Das Auto an sich war ja gar nicht mal so schlecht, aber bei uns hießen die einfach nur "Ford Fiasko". Denn es war so was von blöde wenn man da die Zündkerzen wecheln wollte. Wenn man den Fiesta das erste Mal vor dem Schlüssel hatte und den 21er Kerzenschlüssel ansetzte war man aufgeschmissen, denn dann musste man sich erst einen passenden 14er Kerzenschlüssel holen. Der hatte ja echt Rasenmäherkerzen im Block verbastelt. Und hatte man dann die ersten drei Kerzen raus, dann kam die vierte, also die hinterste, Kerze an die Reihe. Die war dann oftmal so festgebrannt das sie abriss und man dann die Reste mit Hammer und Meißel entfernen durfte. Ohne Caramba, heute WD40, war man im Arsc.!
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