Full Metal Jacket (1987)

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Norby
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Full Metal Jacket (1987)

Beitrag: # 1180Beitrag Norby
Sa 10. Nov 2018, 09:17

Full Metal Jacket ist ein britisch-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 1987 und der vorletzte Film von Stanley Kubrick. Der Name Full Metal Jacket bezieht sich auf die englischsprachige Bezeichnung für das Vollmantelgeschoss (full metal jacket bullet). Der Film, der in einem Ausbildungslager der US-Marines und in Vietnam spielt, wurde großteils in der Umgebung von London gedreht; zur Ergänzung wurden Archivmaterial und Luftaufnahmen eingearbeitet.

Der auf den Romanen The Short-Timers (deutscher Titel: Höllenfeuer) und Dispatches (deutscher Titel: An die Hölle verraten) basierende Film schildert in zwei Abschnitten die Ausbildung einer Gruppe von Marines und ihren anschließenden Einsatz in Vietnam. Der Film zählt neben Werken wie Michael Ciminos Die durch die Hölle gehen (1978), Francis Ford Coppolas Apocalypse Now (1979) und Oliver Stones Platoon (1986) zu den bekanntesten Vertretern seines Genres.





Die Handlung beschreibt die Erlebnisse des Private James T. Davis, genannt Joker, in den Jahren 1967/1968 zunächst im Marine Corps Recruit Depot Parris Island, dem Ausbildungslager der US-Marines, sowie im darauffolgenden Vietnamkriegseinsatz. Der Film beginnt damit, dass den Rekruten die Köpfe kahlrasiert werden.

Parris Island
Eine Ausbildungseinheit steht unter dem Kommando von Gunnery Sergeant Hartman, der die jungen Männer drakonisch behandelt und ihnen herabwürdigende Spitznamen gibt. Vor allem den übergewichtigen und wenig intelligenten Leonard Lawrence, den er Paula nennt, nimmt er sich vor. Da dieser ständig Fehler begeht und für die Ausbildung zum Marine ungeeignet scheint, soll Joker sich um ihn kümmern. Als jedoch die Fehler Paulas anhalten, geht Hartman dazu über, für jeden seiner Fehltritte nicht ihn, sondern den Rest der Mannschaft zu bestrafen. Dafür rächt sich diese an Lawrence, indem sie ihn eines Nachts einer blanket party unterzieht, also mit in Handtücher gewickelten Seifenstücken verprügelt. Nach kurzem Zögern nimmt auch Joker an diesem Übergriff teil.



Ab diesem Zeitpunkt beginnt Lawrence sich zu verändern: Er fängt an, mit seinem Gewehr zu sprechen, und entpuppt sich als sehr guter Schütze. Hartman schließt daraus, dass er sich nun doch noch zu einem brauchbaren Soldaten entwickelt, übersieht jedoch dessen psychische Veränderungen. Joker muss in der Nacht vor dem Abmarsch der Soldaten nach Vietnam Brandwache halten. Dabei trifft er in der Toilette des Sergeant auf den bewaffneten Lawrence, der dem psychischen Druck der Ausbildung anscheinend nicht standgehalten hat. Als der Sergeant erscheint, erschießt Lawrence ihn und anschließend sich selbst vor Jokers Augen.

Vietnam
Joker und seine Kameraden werden nach der Ausbildung zu verschiedenen Einheiten versetzt und nach Vietnam entsandt. Joker wird Kriegsberichterstatter für die Armeezeitung Stars and Stripes und wird zunächst weit hinter der Front eingesetzt, worüber er sich mit der Zeit zunehmend beklagt. Nach der Tet-Offensive im Frühjahr 1968, trotz schwerer Verluste ein großer Erfolg für den Vietcong und die nordvietnamesische Armee, wendet sich das Kriegsglück zu Ungunsten der Amerikaner.

Joker soll daraufhin mit seinem Kameraden Rafterman über die Kämpfe in der zerstörten Stadt Huế berichten. Joker nimmt Rafterman nur widerwillig mit, da er ihn nicht gefährden möchte, und tatsächlich sieht es schon bald so aus, als ob Rafterman den Bedingungen an der Front nicht gewachsen sei. Auf dem Hubschrauberflug an die Front schießt der MG-Schütze wahllos auf Zivilisten. In Huế trifft Joker wieder auf Cowboy, einen seiner Kameraden in der Ausbildung, und seine Gruppe, welche er die folgenden Tage begleitet. Dabei erlebt er, wie die führenden Mitglieder der Einheit nacheinander von Heckenschützen, Minen und Sprengfallen getötet werden, so dass Cowboy als Ranghöchster die Führung der Gruppe übernehmen muss. Die Stimmung unter den Soldaten ist angespannt. So gerät Joker schon am ersten Tag mit Animal Mother, dem MG-Schützen der Gruppe, aneinander.



Bei einer Patrouille durch die Ruinen der Stadt verirrt sich die Gruppe. Ihr Kundschafter Albino wird kurz darauf von einem Heckenschützen angeschossen und schwer verletzt. Cowboy ruft über Funk nach Panzerunterstützung, die aber auf sich warten lässt. Cowboy erlaubt der Gruppe nicht, den Verletzten zu bergen, da dieser sich im freien Schussfeld befindet. Ein weiterer Soldat der Gruppe widersetzt sich dem und versucht, Albino aus der Gefahrenzone zu bringen, wird dabei jedoch selbst angeschossen. Daraufhin verweigert auch Animal Mother dem Gruppenführer den Gehorsam, da er von einem einzelnen Heckenschützen ausgeht. Er kann von den Verletzten die ungefähre Position des Heckenschützen in Erfahrung bringen, bevor dieser die beiden schließlich tötet.

Kurze Zeit später wird auch Cowboy durch eine Öffnung in einer Mauer getroffen und tödlich verletzt. Die dezimierte Gruppe durchsucht das Gebäude, in dem der Schütze sich aufhalten soll. Joker findet ihn im Obergeschoss und stellt fest, dass es sich um eine junge Vietnamesin handelt. Raftermann verletzt sie mit mehreren Schüssen. Tödlich verwundet liegt sie am Boden und wird von der Gruppe eingekreist. Mit letzter Kraft spricht sie ein Gebet und die Worte „Erschießt mich!“ Die Marines diskutieren darüber, was mit ihr geschehen soll. Schließlich gibt Joker ihr den Gnadenschuss.

Am Ende des Films leben nur noch wenige von Jokers Freunden. Auf dem Rückweg singen sie den Mickey-Mouse-Club-Song.



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Sam Rothstein
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Re: Full Metal Jacket (1987)

Beitrag: # 1187Beitrag Sam Rothstein
Sa 10. Nov 2018, 21:36

Moin.
Auch wenn es nen Kriegsfilm ist.
Hier darf Popcorn und Cola nicht fehlen.
Das Ding hat irgendwie Humor,der den anderen Filmen des Genres fehlt.
Ich mag den sehr und schau ihn heute noch. :daumenhoch:
Gruß

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